Dr. med.

Wiebke Franz

 

Institut für Hämatopathologie

Lymphknoten und Lymphom Konsultation

Diagnostik

Der Pathologe analysiert am Mikroskop nach aufwendiger technischer und personalintensiver Bearbeitung hergestellte Gewebsschnitte oder Zellpräparate und stellt daran die meist endgültige Diagnose. Das Material stammt fast ausschließlich von lebenden Menschen (Biopsien).

Die Biopsate werden dem Pathologen mit der Frage nach der Natur, der Ausdehnung und der Prognose der Erkrankung übersandt. Hierbei werden auch neue Techniken angewandt, zum Beispiel die Darstellung bestimmter Zellmerkmale mittels Immunhistochemie oder der Nachweis krankhaft veränderter Gene in der Molekularpathologie. Sie liefern für Therapie und Prognose vieler Erkrankungen, nicht nur von Tumorleiden, wichtige Aussagen und vertiefen unser Verständnis vieler Krankheiten.

Die Diagnose durch den Pathologen ist eine höchtspersönlich durch den Facharzt erbrachte, nicht delegierbare und nicht automatisierbare ärztliche Leistung. Sie ist das Ergebnis langjähriger Erfahrung in der Auswertung des Gewebes beziehungsweise der Zellen am Mikroskop. Sie kann nur mit Hilfe fundierten theoretischen Wissens, gegebenenfalls zusatztechnischer Untersuchungen und des Dialogs mit den Patienten direkt betreuenden Ärzten geleistet werden.

Bei der Verwendung von einigen in-vitro-Diagnostika (IVD) zeigte sich die bei Einführung und Validierung vom Hersteller angegebenen Verdünnungen und Vorbehandlungen als nicht optimal zur Auswertung der immunhistochemischen Färbung. Die hier verwendeten Verdünnungen und Vorbehandlungen zeigen weniger Artefakte und Koreaktionen sowie eine spezifischere Anfärbung des Zielantigens. Sie führen somit zu einer verbesserten Auswertung der Untersuchung. Der Nachweis aller grundlegenden Sicherheits- und Leistungsanforderungen gemäß Anhang I der EU-IVDR L117 ist in unserem Institut erbracht. Eine Prozessbeschreibung zur Einführung, Validierung, Verifizierung und Überwachung liegt für alle IVD vor. Folgende IVD sind betroffen: Panzytokeratin, Alk1, Calretinin, CD10, CD117, CD138, CD19, CD1a, CD23, CD25, CD3, CD31, CD34, CD8, Chromogranin A, CyclinD1, Desmin, Granzyme B, Her2/neu, IgA, IgG, IgM, kappa, LMP1, Lysozym, MCT, Mum1, NY-BR1, PAX5, Progesteron, S100, SOX11, Synaptophysin, Vimentin sowie alle Antiseren zur immunflowzytometrischen Untersuchung.

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